K A S T L KRACH

Clemens Sainitzer - Violoncello, Electronics
Philipp Erasmus - Gitarre, Electronics

Ein Krach fällt von oben hinunter, auf eine Gitarren eine Cello Saite, balanciert behände ihre Länge hinab, über den hölzernen Steg und landet im riesenhaften, holzigen Körper des Instruments. Durch eine Auslassung im unteren Teil, über einen dunklen und gewundenen Weg, kommt der Krach endlich in eine Stadt aus Kastln, Licht und kleinen Drähten. Jedes Haus, das der Krach betritt, eröffnet ihm neue Daseinsformen. Mal länger oder krz, oft gewellt geht der Krach umher wird umgebaut und
———- vrdehrt.
Aus dem Krach wachsen Blumen, sein linker Arm umfängt eine Laterne, um die er sich verträumt drehen darf. .. . . .. .
So betritt der Krach als aufgescheuchter Urlauber, bebrillt und gut ausgebildet, das Amt für Fremdenverkehr und möchte dort seine Hose gegen ..... ..... .... ..........
. dort seine Hose .
dörrt seine Hose . dort seine hose
. dort sein sein sein e ee e .
...
ein schwarm vögel zieht vorbei
der sich bis zum ende
seines blickes
fortsetzt und schließlich
von ganz alleine
ohne Anlauf zu nehmen in der tiefen Weite vergisst, wo es hingeht
Der Krach baut einen Supermarkt, um Geld zu kaufen.
Krch
Krahc
Krrrrrr kchkchkchkch
Ein traum ist
neuab emulb enie hcarK med neben
Und langsam fällt Schnee auf die Stadt aus Häusern und feinen Drähten, der Krach tanzt weiter in all seinen Formen gleichzeitig umher und schickt sich an, liebe Zuhörende, am Ende Sie selbst zu berühren, zu umtanzen, in Sie zu fallen, in der Geste ständiger Änderung zu verharren und zu schauen, was es geholfen hat.

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Mit „Kastlkrach“ widmen sich Philipp Erasmus, und Clemens Sainitzer, der Schnittstelle zwischen akustischen Instrumenten und deren elektronischer Verfremdung. Die beiden Musiker sind seit Jahren als „Sain Mus“ im Duo zu hören, ihre Live-Konzerte warten seit jeher mit improvisatorischen Ausflügen und diffizilen Klanggebilden auf.

Das Konzept der beiden Musiker, eher losen Songstrukturen zu folgen, wird mit „Kastlkrach“ weiter aufgelöst: im Rahmen von freien Improvisationen treffen Themen und Akkordfolgen auf Geräusche und Klangflächen, lassen sie ineinander fallen und neu wachsen. Die Suche nach neuen Texturen und Strukturen, über die und mit denen sie improvisieren können bilden einen weiteren Fokalpunkt dieses Projekts.

Akustikgitarre und Violoncello erfahren durch die Möglichkeiten der elektronischen Klangproduktion und Verfremdung eine Neudeutung und Uminterpretation. Durch den tiefen musikalischen Dialog, den Erasmus und Sainitzer seit 15 Jahren führen, entstehen so ganz individuelle Soundscapes und „Lieder“, die schwerelos und frei von Genres im Raum hängen, einmal dort und dahin wandern.